Das Kundenmagazin der Kreissparkasse Tübingen

12 13 GRÖSSTE PHOTOVOLTAIKANLAGE TÜBINGENS Mittelstand Am „Lustnauer Ohr“ bauen die Stadtwerke Tübingen den ersten eigenen Freiflächen-Solarpark. Im Bereich zwischen den Auf- und Abfahrten der Bundesstraße B 27 werden 2.880 Photovoltaik-Module installiert. Mit der jährlich erwarteten Strommenge von circa 1.157 Megawattstunden kann der Solarpark rund 260 Vier-Personen-Haushalte mit Ökostrom versorgen. Er soll bereits im Juli 2022 in Betrieb gehen. Die Gesamt-Modulfläche beträgt knapp 5.400 Quadratmeter und die Investitionskosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro. „Die Kreissparkasse Tübingen konnte auch hier – wie bei vielen anderen gemeinsamen Projekten – die passende Förderfinanzierung anbieten“, sagt der Unternehmenskundenberater Eckhard R. Kurz. Tatsächlich arbeiten die Stadtwerke Tübingen (swt) und das Kreditinstitut seit Jahren vertrauensvoll und erfolgreich zusammen. Energiewende vor der eigenen Haustür Der Solarpark ist ein wichtiger Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Universitätsstadt. „Es ist auch ein Startsignal, um in Zukunft weitere Freiflächenanlagen an geeigneten Standorten zu realisieren. Das Projekt hat somit Pilot- und Symbolcharakter“, sagt Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der swt. Darüber hinaus solle mit diesem Projekt auch das Signal ausgesandt werden, dass für solche Vorhaben, die der Energiewende zugutekommen, bevorzugt landwirtschaftlich ungenutzte Flächen angegangen werden. Damit wird der Umstieg auf erneuerbare Energien lokal vor der eigenen Haustür möglich. Denn bislang stehen die Solar- und Windparks der swt alle außerhalb Tübingens. Oberbürgermeister Boris Palmer plädiert dafür, an allen Auf- und Abfahrten entlang der Bundesstraßen in Baden-Württemberg Photovoltaikanlagen aufzustellen. Auch Kurz ist dafür: „Beim Vorbeifahren freue ich mich jedes Mal, dass diese freien Flächen sinnvoll genutzt werden.“ Palmer ist überzeugt davon, dass mehrere Hundert Megawatt aus diesen „Ohren“ kommen könnten – die Leistung fast eines ganzen Atomkraftwerks. Mittelstand CEGAT WEITER AUF ERFOLGSKURS Stolz vor der neuen PV-Anlage: v.l. Hans Lamparter (Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Tübingen), Julian Klett (Sachgebietsleiter Erneuerbare Energien der Stadtwerke Tübingen), Desirée Salminkeit (Projektleiterin Erneuerbare Energien der Stadtwerke Tübingen), Knud Hädicke (Prokurist und Bereichsleiter Unternehmensentwicklung der Stadtwerke Tübingen), Eckhard R. Kurz (Unternehmenskundenberater der Kreissparkasse Tübingen), Jochen Richter (Abteilungsleiter Unternehmenskunden der Kreissparkasse Tübingen) Bereits bei der Gründung im Jahr 2009 war abzusehen, dass der Dienstleister im Bereich der Medizin und Biotechnologie erfolgreich sein würde. Das Unternehmen erhielt den deutschen Gründerpreis als bestes Start-Up und wurde in der Folge mehrfach ausgezeichnet. Kein Wunder also, dass auch das 2014 fertiggestellte Firmengebäude im Tübinger Technologiepark sehr schnell zu eng wurde. Tatsächlich ist das Unternehmen mit seinen inzwischen rund 400 Mitarbeitern in den letzten Jahren stark gewachsen. So schnell, dass – nach zwischenzeitlichen Übergangslösungen und angemieteten Räumen – seit Herbst 2021 ein neues Gebäude entsteht. Der Erweiterungsbau mit Büros und Laboren verdreifacht die bisherige Fläche auf insgesamt 12.000 Quadratmeter und soll Ende 2023 fertig sein. Die Kreissparkasse Tübingen hilft als Hausbank des Biotech-Unternehmens bei der Finanzierung und der Einbindung von Förderdarlehen. „Wir wollten einen energetisch sehr vernünftigen Bau haben. Nicht ursächlich, um bestimmte Förderprogramme zu bekommen, sondern aus einer Überzeugung heraus“, sagt Dirk Biskup, promovierter Diplom-Kaufmann und Geschäftsführer von CeGaT. So wird unter anderem recycelter Beton benutzt, auch und vor allem um den wertvollen Rohstoff Sand zu schonen. Biskup: „Wir heizen und kühlen mit Geothermie und haben Photovoltaik, wo immer möglich am Gebäude. Mit all diesen Maßnahmen unterschreiten wir die geforderte Energieeffizienz bei weitem.“ Mit den neuen Räumen könne man dann die weltweit steigende Nachfrage nach molekulargenetischer Diagnostik und Sequenzierung noch besser bedienen – hier am Standort Tübingen. Ein Standort, der übrigens nie zur Debatte stand. Nicht zuletzt deshalb, weil es hier eine besondere Vielfalt an führenden Experten imBereich der Präzisionsdiagnostik und Therapie in Klinik, Forschung und Unternehmen gibt – die beste Voraussetzung für interdisziplinäre Zusammenarbeit. „Außerdem liegt die Stadt schön, hat sehr sympathische Menschen, eine tolles Kulturangebot und man ist schnell in der Natur“, sagt der gebürtige Hamburger Biskup, der gerne auf der Schwäbischen Alb klettert und sich ehrenamtlich für die Kultur engagiert. Saskia und Dirk Biskup, Gründer und Geschäftsführer von CeGaT

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYwMTE=