Das Kundenmagazin der Stadtwerke Tübingen

DAVID PÄTZOLD plant in der Abteilung Wärmeerzeugung die Solarthermieanlage für die Au-Wiese an der B 27. DAS KUNDENMAGAZIN DER STADTWERKE TÜBINGEN ENERGIEMARKT | Weshalb die Preise steigen NACHHALTIG MOBIL | Tipps zum Sharing und zu Förderprogrammen UMWELTPREIS | Unverpacktladen SPEICHER Solarthermie in der Au TÜBINGER WÄRMEWENDE

die Energiekrise ist da. Wie kalt wird der Winter? Und wie teuer? Reichen unsere Reserven? Das fragen sich jetzt viele in Deutschland. Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ist die Unsicherheit groß – und die Rahmenbedingungen ändern sich Tag für Tag: Inzwischen fließt durch die Pipeline Nord Stream 1 kein russisches Erdgas mehr. Die Preise am Energiemarkt machen gewaltige Sprünge. Hastig beschlossene neue Umlagen, staatliche Hilfen und Entlastungspakete lassen nicht nur Verbraucherinnen und Verbrauchern den Kopf schwirren. Müssen wir tatsächlich die „Gasmangellage“ befürchten und Lieferungen nach gesetzlichen Vorgaben drosseln? Wir wissen es nicht. Sicher ist: Das Erdgas ist knapp, und Energie wird leider sehr viel teurer. Auch die Stadtwerke Tübingen müssen die Preise drastisch erhöhen. Uns ist bewusst, dass das für manche Kundinnen und Kunden schwer wird. Bitte nehmen Sie bei Zahlungsschwierigkeiten frühzeitig mit uns Kontakt auf. Auch mit Industriebetrieben, die stark vom Erdgas abhängig sind, sind wir im Gespräch. Energiesparen ist jetzt wichtiger denn je. Denn jede eingesparte Kilowattstunde hilft, dass sich die Gasspeicher weniger schnell leeren. Wir als Stadtwerke arbeiten daran, unsere eigenen Gaskraftwerke soweit wie möglich auf andere Energieträger umzustellen. Wir reduzieren die Wassertemperaturen der Bäder. Und sind sehr froh, dass wir schon lange in erneuerbare Energien investieren, um unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen immer weiter zu verringern. Wir setzen alles daran, gemeinsam gut durch den Herbst und den Winter zu kommen. Ihr Ortwin Wiebecke Geschäftsführer Stadtwerke Tübingen Bild: Jörg Jäger

3 IMPRESSUM TüWelt | Kundenmagazin der Stadtwerke Tübingen GmbH | Eisenhutstraße 6 | 72072 Tübingen tuewelt@swtue.de | www.swtue.de | VERANTWORTLICH: Johannes Fritsche | REDAKTION: Dr. Birgit Krämer MITARBEIT AN DIESER AUSGABE: Sabine Frank, Dr. Birgit Krämer, Veronika Renkenberger LAYOUT: www.goetzinger-komplizen.de | TITELBILD: Jörg Jäger HERSTELLUNG: Vereinigte Druckereibetriebe Laupp & Göbel, Gomaringen | Gedruckt auf 100% Recyclingpapier 4 KOMPAKT | Aktuelles rund um die swt 6 AKTUELL | Solarthermiepark Au: Das Drumherum entscheiden alle 8 AKTUELL | Energiemärkte im Ausnahmezustand 10 MOBILITÄT | „Kiss and Ride“ am Europaplatz 12 NACHHALTIG LEBEN | Geteilte Freude ist vielfache Freude: Tipps zum Sharing und zu Förderprogrammen 14 GESCHICHTE | 160 Jahre swt, Folge 3 – Elektrisierend modern: Der Strom ist da 16 MITWIRKER | Wenn das kein „Guter Grund“ ist! Die Gärtnerei des Vereins für Sozialpsychiatrie 18 UMWELTPREIS | SPEICHER umgedacht – nachhaltig leben mit losen Lebensmitteln 20 G UTES AUS DER REGION | Albkräuter fürs volle Linsenaroma: Die Kreationen von Albfeinkost 22 TERMINE | Veranstaltungstipps für Tübingen 16 14 12 18 20 06 12 08 INHALT Bilder: Valentin Marquardt, Jörg Jäger, Albfeinkost, I-Stock, swt

UNSER SPENDENLAUF NUMMER 13 7.800 Euro für krebskranke Kinder und ihre Familien brachte der swt-Spendenlauf ein, der nach zwei Jahren Corona-Pause Ende Juni endlich wieder stattfinden konnte. Und es zeigte sich: Selbst Extrembedingungen halten die swt und ihre Partner nicht ab. Der Rundkurs beim Freibad glich einer Pfützen-Landschaft. Der Matsch: knöcheltief. Der Starkregen: monsunartig. Die Stimmung: prächtig. Und das Ergebnis: herausragend. Denn rund 500 unerschrockene Läuferinnen und Läufer ließen sich nicht beirren und bewiesen echten Teamgeist. Nach drei Runden war aus Sicherheitsgründen Schluss. Die Stadtwerke rechneten hoch, beschlossen einen großzügigen Betrag, und die beteiligten Firmen legten noch einiges drauf. Die Freude beim Sozialpartner, dem Förderverein für krebskranke Kinder, war groß. Und zum Ausklang bei Getränken, roter Wurst und Brezeln hörte der Regen auch wieder auf. Ein großes Dankeschön allen beteiligten Firmen, Vereinen und Institutionen! Mehr erfahren? blog.swtue.de Der russische Angriffskrieg hat große Teile der Infrastruktur in der Ukraine zerstört. Für humanitäre Zwecke dringend benötigte Fahrzeuge fehlen auch in der Hauptstadt Kiew. Darum haben die Münchner Verkehrsbetriebe (München ist die Partnerstadt Kiews) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen zu einer Sammelspende aufgerufen. Auch die swt haben einen TüBus beigesteuert, umfassend gewartet und mit neuer TÜV-Plakette. Mehr als 40 Busse haben deutsche Verkehrsunternehmen auf die Reise geschickt – inzwischen sind sie am Bestimmungsort im Einsatz. Bilder: Valentin Marquardt Bild: Landeshauptstadt München 30.000 Euro für Umweltprojekte in der Region sowie Sachpreise für engagierte Betriebe: Die Bewerbung für den swt-Umweltpreis 2022 läuft noch bis zum 21. Oktober. Online abstimmen kann man ab dem 5. Oktober, am 26. steigt dann das Finale für den Publikumspreis. www.swt-umweltpreis.de SCHNELL NOCH BEWERBEN UND MIT ABSTIMMEN! EIN TÜBUS FÜR KIEW Regen? Welcher Regen? Anfang August wurde der Solobus der swt von einem Kiewer Busfahrer in München abgeholt. RÜCKBLENDE

5 KOMPAKT AUF DIE PLÄTZE, FERTIG, LOSSPAREN! ZUM BEISPIEL ... LANDESTHEATER TÜBINGEN • 10 Prozent Rabatt für LTT-eigene Inszenierungen TIGERS TÜBINGEN • 10 Prozent Rabatt auf Merchandising-Artikel • 10 Prozent Rabatt auf Einzelkarten bei Heimspielen HOCHSCHULSPORT TÜBINGEN • 10 Prozent Rabatt auf alle Kurse der Mediathek FRANZÖSISCHE FILMTAGE TÜBINGEN • Ermäßigter Preis statt Normalpreis (außer bei Eröffnung am 2. November) PROFITIEREN SIE UND IHRE FAMILIE VON DER DIGITALEN SWT-VORTEILSKARTE, EXKLUSIV FÜR TÜSTROM- UND TÜGAS-KUNDEN! • App „swt-Vorteilskarte” im App Store oder bei Google Play herunterladen • Registrieren und lossparen bei mehr als 3.000 attraktiven Angeboten in der Region, bundesweit und online • Fast 50 Partner-Geschäfte, -Museen und -Veranstalter gibt es inzwischen allein in Tübingen. Bild: Adobe Stock Landestheater Tübingen Tigers Tübingen Hochschulsport Tübingen ALLE ANGEBOTE UNTER: WWW.SWT- VORTEILSKARTE.DE Bilder: swt SCHÖN HAT ES GEBLÜHT! Bis Dauerhitze und Trockenheit einzogen, haben uns die Blühstreifen rund um den swt-Campus in der Eisenhutstraße wieder viel Freude gemacht. Und nicht nur uns: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. haben hier neue Lebensräume gefunden. Auch für HobbyPflanzenbestimmer ein kleines Paradies, wo Mohn, Disteln, Karden, Königskerzen, Rainfarn, Wegwarten, wilde Möhren und Flockenblumen gesichtet wurden. Blick ins Blühtagebuch: www.swtue.de/bluehende-wiese DES MONATS DES IN TÜBINGEN BENÖTIGTEN STROMS KÖNNEN DIE SWT NUN IN EIGENEN ANLAGEN AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN ERZEUGEN. MÖGLICH MACHT’S IHR NEUER SOLARPARK BEI WAHLHEIM IN RHEINHESSEN. ETWA 1.780 MEGAWATTSTUNDEN SOLARSTROM PRODUZIERT ER IM JAHR, GENUG FÜR 500 FAMILIEN. MIT SEINEM BATTERIESPEICHER IST ER EIN VORREITER.

DAS DRUMHERUM ENTSCHEIDEN ALLE DER SOLARTHERMIEPARK IN DER AU IST EIN WICHTIGER BAUSTEIN FÜR DIE TÜBINGER WÄRMEWENDE. IN NAHER ZUKUNFT SOLL ER KLIMAFREUNDLICHE WÄRME VOR ALLEM FÜR DIE WARMWASSERVERSORGUNG BEREITSTELLEN. FIX UND FERTIG GEPLANT IST ER – NUN KÖNNEN IDEEN FÜR DAS ANGRENZENDE FREIZEIT-GELÄNDE EINGEBRACHT WERDEN: BEIM MITMACHFEST ODER ONLINE. Solarthermiepark Au So könnte die Fläche genutzt werden: Von der Gesamtfläche (43.500 m²) nehmen Solarthermie und Technik rund 23.200 m² ein, für Freizeit und Erholung stehen etwa 13.830 m² (inkl. Wald) zur Verfügung, der Rest entfällt auf Wege und die Kleingärten im Bahnwärterdreieck. So ähnlich werden die Solarpaneele aussehen. Darunter entstehen wertvolle Biotope. Bild: solites

7 3 FRAGEN AN ... DAVID PÄTZOLD Bild: Jörg Jäger AKTUELL Das Heizen soll ökologischer werden. So hat es die Universitätsstadt in den Tübinger Klimazielen festgeschrieben, und in Zeiten der Gasknappheit ist das dringlicher denn je. Die Zukunft liegt in einer Wärmeversorgung, die weitgehend ohne fossile Brennstoffe auskommt. Tatsächlich entfällt etwa die Hälfte der CO2-Emissionen in Tübingen auf das Heizen. Um das zu ändern, setzen die Stadtwerke auf modernste Technik, auf erneuerbare Energien und erweitern ihre Fernwärmenetze, damit mehr klimafreundliche Wärme die Menschen erreicht. WÄRMEWENDE FÜR DEN KLIMASCHUTZ Eines der Projekte, das sich nun in den Startlöchern befindet, ist der Solarthermiepark in der Au, zwischen dem Recyclingunternehmen Möck, der B 27 und dem Wäldchen um den Au-Brunnen. Mit 12.000 Quadratmetern Kollektorfläche soll der Solarthermiepark Wärme ins Südstadtnetz einspeisen – rund 5.800 Megawattstunden pro Jahr, eine Ergänzung zum (noch) gasbetriebenen Blockheizkraftwerk Eisenhut. Ein großer Wärmespeicher sorgt für Flexibilität. Zehn Millionen Euro investieren die swt in das Projekt. Der Bauantrag ist eingereicht, ohne Verzögerungen durch Förderentscheide oder Lieferengpässe könnte die Anlage im Frühjahr 2024 in Betrieb gehen. Doch nicht nur Solarpaneele sollen auf dem Gelände entstehen, sondern auch neue Freizeit- und Erholungs- flächen zum Beispiel für Familien aus dem Französischen Viertel und dem Güterbahnhofareal. Einige Kleingärten werden dafür auf die andere Seite der Eisenbahnstraße umziehen. Das von der Stadt beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Hink hat ein Konzept entworfen, das Impulsgeber für eine Ideenwerkstatt sein soll, an der sich alle beteiligen können! WARUM SETZEN DIE SWT AUF FERNWÄRME? Sie ist der Schlüssel zur ökologischen Wärmeversorgung der Zukunft. Mit ihr erreichen wir viele Haushalte, aktuell rund 1.650 – und das Interesse wächst stark. Wir wollen unser 64 Kilometer langes Netz in den nächsten Jahren beträchtlich verlängern und die Wärmeabgabe auf mehr als 250 Gigawattstunden erhöhen, mit neuen oder umge- rüsteten Anlagen möglichst ohne fossile Brennstoffe. Der Solarthermie- park in der Au ist eine davon. HABEN DIE SWT BEREITS ERNEUERBARE-WÄRME-PROJEKTE VERWIRKLICHT? In Bühl und Pfrondorf haben wir Nahwärmenetze mit Solarthermie und Wärmepumpen eingerichtet, in Dettenhausen zusammen mit Ritter Sport eine Energiezentrale mit der größten Solarthermie-Dachanlage Deutschlands. Unser wichtigstes Wärmekraftwerk in Tübingen soll beim Klärwerk entstehen und mit ökostrombetriebenen Großwärmepumpen die Wärme des Abwassers nutzbar machen. LÄSST SICH DER BRENNSTOFF ERDGAS DENN SO ERSETZEN? Von heute auf morgen geht das nicht. Stadt und Stadtwerke planen, bis 2030 einen großen Teil des genutzten Erdgases schrittweise durch klimafreundliche Alternativen zu ersetzen. Unsere Blockheizkraftwerke machen wir nach und nach wasserstofffähig. Im Juli hat unser Aufsichtsrat für ein erstes Investitionspaket grünes Licht gegeben. Grafik: Büro Hink/Universitätsstadt Tübingen IDEE FÜR DIE AU HIER EINREICHEN oder beim Mitmachfest am Samstag, 24. September, 14 bis 18 Uhr swt-Wärmeerzeugung Spaß am Speicher: Der Jugendgemeinderat wünscht sich einen Kletterturm mit Plattformen und Rutsche, Seilbahn und Hängenetzen, Tischtennisplatten und Graffiti – und hat dazu ein Modell gebastelt. Bild: Jörg Jäger

Im Ausnahmezustand DIE TURBULENZEN AUF DEN ENERGIEMÄRKTEN UND DROHENDER ERDGASMANGEL MACHEN PREISERHÖHUNGEN UNVERMEIDBAR. AUCH DIE SWT-GRUNDVERSORGUNGSTARIFE WERDEN TEURER. WAS BEDEUTET DAS FÜR KUNDINNEN UND KUNDEN IN DEN BEREICHEN STROM, GAS UND WÄRME? WAS FÜR TÜBUS UND BÄDER? Das Preisniveau auf den Energiemärkten ist so hoch wie noch niemals zuvor – und das hat Folgen. Zum Oktober mussten auch die Stadtwerke Tübingen, wie viele andere Anbieter vor ihnen, die Preise in der Grundversorgung mit Strom und Erdgas anheben. Bis Ende 2021 hatten sie ihre Preise stabil halten können – dank der vorausschauenden, langfristigen Beschaffungsstrategie. Für 2022 gab es zunächst sogar eine Preissenkung beim Strom. Dann führte der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zu einer drastischen Verknappung der Erdgasmengen auf dem Markt und zu der aktuell unsicheren Versorgungslage. „Seither haben sich die Energiepreise im Großhandel vervielfacht“, sagt Sebastian Rudischer, der die Abteilung Vertrieb und Service leitet. „Auch wir müssen die benötigten Mengen für unsere Kundinnen und Kunden nun zu sehr hohen Preisen einkaufen – und diese Preise auch weitergeben.“ SPÜRBARE MEHRBELASTUNG FÜR HAUSHALTE Was bedeutet das konkret für einen Tübinger Durchschnitts-Haushalt? Der verbraucht im Jahr rund 1.900 Kilowattstunden Strom und muss dafür nun etwa 187 Euro mehr zahlen. Was das Erdgas angeht, sinkt die Mehrwertsteuer aller Preisbestandteile voraussichtlich auf 7 Prozent. Dazu kommt die neue Gasbeschaffungsumlage von netto 2,4 Cent pro Kilowattstunde. Beim Tübinger Durchschnittsverbrauch von 18.000 Kilowattstunden stehen unterm StrichMehrkosten von 1.269 Euro. Die swt haben die monatlichen Abschläge entsprechend angepasst und Infoschreiben an ihre Kundinnen und Kunden verschickt. Auch wer Fernwärme bezieht, muss die Umlage zahlen. „Das ist schwindelerregend! Und doch liegen unsere Tarife immer noch unter vielen anderen. Leider ist schon jetzt klar, dass zum Januar 2023 weitere Preiserhöhungen nötig werden“, so Rudischer. Schon seit Monaten bereiten sich die swt auf eine mögliche Gasmangellage vor, sind im Austausch mit ihren Vorlieferanten und beobachten die Entwicklungen genau. Ob es zu Abschaltungen von Industriekunden kommen muss, entscheidet letztlich die Bundesnetzagentur. ENERGIESPAREN HILFT! Vertriebsleiter Rudischer ruft zum Sparen auf: „Jede vermiedene Kilowattstunde hilft gegen die drohende Mangelsituation und verringert die Mehrkosten. Die Heizung etwas herunterzudrehen, bringt viel – aber bitte nicht durch Heizlüfter ersetzen: Die kommen am Ende teurer als die Gasrechnung. Wir haben viele Tipps auf unserer Webseite zusammengestellt.“ Bild: Jörg Jäger Bild: iStock, Valerii Vtoryhin Abteilungsleiter Vertrieb und Service

KÜHLERES WASSER IN DEN BÄDERN Erdgas sparen – das tun die Stadtwerke auch in ihren Bädern. Seit Ende Juli haben sie das Wasser im Tübinger Freibad nur noch mittels Solarthermie beheizt. In den Hallenbädern wird, abgesehen vom Kleinkindbereich, die Wassertemperatur um zwei Grad gesenkt. Warmbadetage gibt es nur noch freitags im Lehrschwimmbecken des Hallenbads Nord. Rund 600 Megawattstunden soll das bringen, so viel wie 33 Einfamilienhäuser mit Fernwärmeanschluss verbrauchen. EINE GUTE NACHRICHT VOM TÜBUS Auch Verkehrsunternehmen leiden unter den massiven Kostensteigerungen für Kraftstoffe. Obwohl im Verkehrsverbund naldo die Fahrpreise ab Oktober um 6,3 Prozent steigen, bleibt der Stadttarif Tübingen bis Anfang März 2023 unverändert, so hat es der TüBus-Aufsichtsrat beschlossen. Die Kosten für die Verlängerung der „Nullrunde 2022“ übernehmen die Stadtwerke. Im März sollen dann das landesweite Jugendticket sowie das 365-EuroTicket für Tübingen eingeführt werden. Während Tankrabatt und 9-Euro-Ticket längst ausgelaufen sind, wird der TüBus umso attraktiver. Seit Ende 2021 steigen die Erdgaspreise steil an. Die Gründe sind hohe Rohstoffpreise, niedrige Füllstände der Gasspeicher und der Krieg in der Ukraine. Bild: Jörg Jäger Bild: Valentin Marquardt ENTWICKLUNG DER VERBRAUCHERPREISE BEIM ERDGAS Durchschnittspreis in Deutschland in Cent/kWh bei einem Verbrauch von 20.000 kWh/Jahr, jeweils im Monat August Quelle: verivox.de 5 Cent 10 Cent 15 Cent 20 Cent 2018 2019 2020 2021 2022 5,57 6,08 5,46 6,29 17,84 AKTUELL 9 HIER GIBT'S HILFE Erhöhen Sie Ihre Abschläge, um eine hohe Nachzahlung zu vermeiden. Falls sich Zahlungsschwierigkeiten abzeichnen: Sprechen Sie frühzeitig mit uns. Den swt-Kundenservice oder unsere Energieberater erreichen Sie Mo–Fr 8–18 Uhr unter Telefon 07071 157-300 oder per E-Mail an kundenservice@swtue.de Tipps und Tricks zum Energiesparen finden Sie auf www.swtue.de/energiesparen Facebook: stadtwerketuebingen Instagram: stadtwerketuebingen Eingeschränktes Warmbaden auch im Hallenbad Nord Keine Erhöhung im TüBus-Stadttarif

„Kiss and Ride“ am Europaplatz WAS GIBT’S NEUES AM EUROPAPLATZ? AUF TÜBINGENS GRÖSSTER BAUSTELLE NIMMT DER OMNIBUSBAHNHOF GESTALT AN. DIE NEUE TIEFGARAGE DER STADTWERKE IST FAST FERTIG UND SOLL IM NOVEMBER IN BETRIEB GEHEN. DIE FAHRRADSTATION FOLGT IM FRÜHJAHR 2023. Kostenfreier Kiss and Ride die ersten 15 Minuten Erste volle Stunde 1,80 Euro, jede weitere Stunde 2,00 Euro Bild: swt Bild: Anne Faden

Tübingens Stadteingang, der Bahn- hofsvorplatz mit dem Omnibusbahnhof, soll freundlicher und übersichtlicher werden. Um kürzere Übergänge vom Bus zum Zug zu schaffen, ziehen die Bussteige vors Bahnhofsgebäude um. Mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger: Zwischen Epplehaus und Expressguthalle ist das schon verwirklicht. Inzwischen ist die Großbaustelle auf der Zielgeraden: Im Juli feierte die Radstation mit der Tiefgarage für Fahrräder und Autos ihr Richtfest. 1.000 Fahrräder sollen einmal hier parken, Werkstatt, Fahrradverleih, Waschanlage und das „Café am See“, betrieben von „Arbeit in Selbsthilfe“, im Frühsommer in Betrieb gehen. Im August wurde die neue Fahrbahn für die TüBusse freigegeben, die nun über die Tiefgarage hinwegrollen. Die Zeit der kurvenreichen Umleitungen ist vorbei. Auch einige neue Wartehäuschen stehen bereits. SWT BETREIBEN TIEFGARAGE Für die PKW-Tiefgarage sind die Stadtwerke Tübingen verantwortlich. Sie wird 72 Fahrzeugen Platz bieten und ist vor allem für Kurzzeitparkende konzipiert. So erlaubt es „Kiss and Ride“, 15 Minuten lang kostenlos zu parken, um Reisende zum Bahnhof zu bringen oder abzuholen. Auch Ladestationen für E-Autos sind vorgesehen. „Bis November sollen die Bauarbeiten fertig sein, dann kann hier geparkt werden“, sagt swt-Projektleiter Wilfried Kannenberg. Große Teile der Elektroinstallationen sind verbaut, der Untergrund für die Oberflächenbeschichtung ist vorbereitet. Danach werden die Parktechnik – Ticketautomaten, Schranken, Kassen – und die Brandschutzverglasung eingebaut. „Die Baustelle besaß wegen der Nähe zum Neckar ein hohes Grundwasserrisiko; durch das präzise Boden- und Grundwassermanagement hatten wir das im Blick. Ein Hochwasser mit zugehörigem Grundwasseranstieg ist zum Glück ausgeblieben. Auch wenn wir bei einigen Gewerken nur ein oder zwei Angebote erhalten hatten, waren wir noch nicht von den aktuellen Materialengpässen mit Preissteigerungen betroffen. Insbesondere Baustahl ist seither deutlich teurer geworden, und die Lieferung macht jetzt große Probleme“, so Kannenberg. 5,7 Millionen Euro haben die swt investiert, die Kosten von 79.000 Euro je Stellplatz liegen im Mittelfeld vergleichbarer innerstädtischer Tiefgaragen. Zentral gelegen, verbessert die neue Tiefgarage die Anbindung des Bahnhofs, der Geschäfte und Arztpraxen, gerade von den westlichen Stadtteilen her. Die Einfahrt erfolgt von der Europastraße aus – queren dürfen PKW den Omnibusbahnhof dann nicht mehr. Zusammen mit dem deutlich größeren Neckar-Parkhaus (525 Stellplätze) bieten die Stadtwerke damit noch mehr Parkraum zwischen Europaplatz und Zinserdreieck. Bilder: swt Bilder: Anne Faden Bild: Anne Faden MOBILITÄT 11 Bild: swt Bild: swt

GETEILTE FREUDE IST DOPPELTE VIELFACHE FREUDE! COONO – das heißt „No CO2“ Bereit zum Umsteigen? SCHON EINMAL SHARING PROBIERT? WER NICHT STÄNDIG AUF EINEN EIGENEN PKW ANGEWIESEN IST, FINDET IN TÜBINGEN VIELE MÖGLICHKEITEN, EIN FAHRZEUG BEI BEDARF EINFACH AUSZULEIHEN. INDIVIDUELL MOBIL SEIN, OHNE FAHRPLAN UND FIXKOSTEN! JETZT BRINGEN DIE SWT 25 NEUE COONO-E-AUTOS IN DIE STADT. Was tun gegen die steigende Verkehrsbelastung in der Stadt? Eine Antwort lautet: ein attraktiver ÖPNV. Eine andere: mehr flexible Alternativen zum eigenen PKW. Für beides setzen sich die swt ein, mit dem TüBus, mit ihren ökostrombetriebenen COONO-Leihfahrzeugen und gemeinsam mit dem CarsharingAnbieter teilAuto Neckar-Alb. Denn erst wenn die Gesamtzahl der Autos sinkt, wird Platz frei für diejenigen, die zu Fuß gehen oder radeln, und die Lebens- qualität steigt für alle. Bilder: Valentin Marquardt COONO, das sind die E-Roller und E-Autos der swt samt Sharing-App. 25 neue Renault ZOE sind im September eingetroffen. Bis Oktober sollen auch alle Ladestationen fertig sein. 10 weitere Fahrzeuge werden noch erwartet, insgesamt gehören dann 45 E-Autos und 40 E-Roller zur COONO-Flotte. Der Ausbau geht 2023 weiter. • Rund 2.300 aktive Nutzerinnen und Nutzer • 42.000 Trips seit COONO-Start 2020 • und mehr als 537.000 gefahrene Kilometer • durchschnittlicher Preis pro Trip: 39,69 Euro (Auto), 2,88 Euro (Roller) • KEINE Anmeldegebühr, Kaution oder Grundgebühr

Bild: swt KANN ICH OHNE AUTO LEBEN? UNSERE KOLLEGIN KATHI BRIELMANN HAT’S AUSPROBIERT UND BERICHTET DAVON: BLOG.SWTUE.DE 13 NACHHALTIG LEBEN Beim Auto-Teilen gehört Tübingen zu den führenden Städten in Deutschland! Ein teilAuto kann bis zu 20 private Autos ersetzen. teilAuto • Mehr als 100 Fahrzeuge an über 80 Stationen im gesamten Tübinger Stadtgebiet • Vorab reservieren, ganz spontan oder bis zu 8 Monate im Voraus • Wer eine Abo-Monatskarte von naldo besitzt, bekommt 50 Prozent Rabatt auf die Aufnahmegebühr. • Bundesweite Kooperation mit vielen anderen Carsharing-Anbietern Ob privat oder beruflich: Ein Auto gemeinschaftlich zu nutzen, ist nicht nur für die Umwelt gut. Sie bezahlen nur, wenn Sie tatsächlich damit fahren – das rechnet sich und macht so manchen Zweitwagen überflüssig. Ob Einkauf, Urlaub, Umzug oder Geschäftstermin: Buchen Sie genau das passende Fahrzeug, vom Kleinwagen bis zum Transporter. Die swt fördern den Kauf eines E-Bikes, E-Rollers oder E-Scooters mit 100 Euro. Beim Kauf eines TüStrom-Rollers erhalten swt-Kunden mit swt-Vorteilskarte bis zu 200 Euro Rabatt. www.swtue.de/ foerderprogramme Bald beim TüBus Ausflugstipps von COONO-Managerin Alessandra Veit 1 2 3 Schon gewusst? Mehr entdecken, Anleitungen und Antworten auf häufige Fragen unter www.sharing-tuebingen.de Wochenend-Trip in die Berge mit COONO-E-Auto für 112 Euro (2 x Tagespauschale) Abholung am Flughafen Stuttgart mit COONO-E-Auto für 25 Euro (etwa 90 min) Mal wieder Freunde oder die Oma besuchen mit COONO-E-Roller für 29 Euro (Tagespauschale) • Das kommt: 365-Euro-Ticket und das landesweite Jugendticket ab März 2023 • Das bleibt: der Gratis- Samstag im Stadtgebiet Tübingen Carsharing boomt! • Über 240 Carsharing-Anbieter gibt es in Deutschland und rund 30.300 Sharing-Autos 15 Prozent mehr als 2021. • 3,4 Millionen Deutsche nutzen Carsharing 18 Prozent mehr als 2021. • Bis 2030 sollen bundesweit 50.000 Sharing-Fahrzeuge bereitstehen. Quelle: BCS, Stand Juli 2022

„Oje, das blendet fürchterlich. Ich fühle mich wie auf einer Bühne im Vergnügungspark!“ Downton-AbbeyFans erinnern sich sicher an die Szene, in der die alte Lady Violet furchtsam ihre Augen vor dem modernen elektrischen Licht schützt. Nicht nur in die Castles der englischen Upper-Class zieht zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Fortschritt ein. GLÜHBIRNE LÖST GASLICHT AB Im Nachhinein scheint es kurios, dass der Tübinger Gemeinderat die Elektrizität zunächst für verzichtbar hielt: Noch 1899 wird eine Eingabe des Gewerbevereins für den Bau eines Elektrizitätswerks abgelehnt, schließlich will man den Absatz des Gaswerks nicht gefährden. Gas oder Strom – was wird die Energie der Zukunft sein? Die Elektrizität ist da längst in Tübingen angekommen, einzelne Betriebe und Kliniken betreiben kleine Kraftwerke. Und wie so oft wird die Universität zum Schrittmacher. Sie sichert die Stromabnahme verbindlich zu, Gewerbetreibende und die königliche Bahnverwaltung schließen sich an – und 1902 wird ein kohlebetriebenes Elektrizitätswerk errichtet, eines der ersten in Württemberg. Es steht mitten in der Altstadt, in der Nonnengasse, genau zwischen den Großkunden Universität, Stadt und Bahnhof. Anwohner beschweren sich über Rauchwolken und Erschütterungen, zumal der Strom für viele unerschwinglich ist. Doch immer bessere und günstigere Leuchtmittel pushen die Nachfrage: Die Osram-Glühbirne wird zum „Licht des kleinen Mannes“. Ab 1908 werden die Straßenlaternen umgerüstet. Der Stromhunger wächst – und Tübingens E-Werk kann ihn nicht mehr lange stillen. MIT DEM STÄDTISCHEN GASWERK, DAS LICHT IN TÜBINGENS STRASSEN BRINGT, BEGINNT 1862 DIE GESCHICHTE DER STADTWERKE. 1902 BEKOMMT DAS „LEUCHTGAS“ KONKURRENZ: DER STROM HÄLT EINZUG IN DIE UNIVERSITÄTSSTADT. NOCH IST ER EIN TEURES LUXUSGUT, DOCH DAS ÄNDERT SICH RASCH ... UNSERE REISE ZU DEN URSPRÜNGEN GEHT WEITER. Elektrisierend modern: Der Strom ist da. Folge 3 Erstes Tübinger Elektrizitätswerk 1902 in der Nonnengasse. Im Inneren wummern die Dampfmaschinen, direkt daneben entsteht die Verwaltung der städtischen Werke. Heute ist hier die Stadtbücherei zu Hause. Ab 1911 hilft das Neckarwerk, den steigenden Strom- hunger zu stillen. Die dafür nötige Neckarkorrektur hat das Stadtbild verändert. Postkarte von Dreyschütz Neben dem Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Österberg wird 1922 das Reservoir für ein fortschrittliches Pumpspeicherkraftwerk gebaut, das bis 1945 Strom liefert. Bild: Stadtarchiv Tübingen Bilder: swt-Archiv

DEN NECKAR „ZUR ARBEIT ZWINGEN“ Warum nicht Wasserkraft nutzen? Diese Frage wird schon lange diskutiert und nimmt ab 1908 Gestalt an. Es beginnt das größte Bauprojekt Tübingens überhaupt: die Neckar- korrektur mit dem Bau des Wasserkraftwerks an der Brückenstraße. Auf über drei Kilometern wird das Flussbett umgestaltet, die Mündungen von Steinlach und Mühlbach werden verlegt, ein Flutkanal macht nun die Platanenallee zur Insel. Hochwasserfreies Baugebiet entsteht für Schulen, Uhlandbad, Casino. 1911 fertiggestellt, kann das Neckarwerk eine Zeit lang den gesamten Bedarf der rund 1.000 Stromkunden decken. Gern würde der umtriebige Werksleiter Otto Henig den Strom auch für eine gleislose Bahn nutzen – daraus wird nichts, dafür erstrahlt 1913 beim Schwäbischen Sängerfest die erste Festbeleuchtung der Neckarfront. EIGEN- ODER FREMDERZEUGUNG? Bald ist Strom im Alltag unverzichtbar. Die Stadtwerke bauen die Erzeugung kräftig aus. Das Nymphenkraftwerk an der Neckarbrücke nutzt das Gefälle der Ammer. In einer Sauggasmaschine beim Neckarwerk wird Koks aus dem Gaswerk verfeuert. 1923 kommt ein fortschrittliches Pumpspeicherkraftwerk mit Reservoir auf dem Österberg dazu. Es reicht nicht. Auch nicht das neue „Dieselwerk“ in der Maschinenhalle am Stauwehr. Eine größere Lösung muss her. Soll Tübingen überhaupt auf Eigenversorgung setzen? Eine Bürgerversammlung im Museum 1928 beschwört die Gefahr der Abhängigkeit und der „Vertrustung durch die Kapitalmächte der elektrischen Großversorgung“. Man will eigenständig bleiben und baut gemeinsam mit der „Elektrischen Kraftübertragung Herrenberg“ das Wasserkraftwerk K.T.H. an der Rappenberghalde. Doch das Ende der „Strominsel“ Tübingen ist nah: Schon 1931 speist das erste Umspannwerk überregionalen Strom ins hiesige Netz ein. NS-Zeit und Kriegsjahre bringen Kohlemangel, Lieferengpässe und Rationierungen. Bomben beschädigen das Neckarwerk. Strom und Gas fließen nur stunden- weise. Es folgen Wirtschaftswunderzeit, sorgenfreie Wachstumsjahre, Neubauten mit Einbauküchen und einem Heer elektrischer Geräte für alle Zwecke des Alltags. Und noch niemanden interessiert, woher der ganze Strom eigentlich stammt. In den 1980ern beziehen die swt zu 95 Prozent Fremdstrom. Ölkrise, Waldsterben, Atomkraftdebatte führen zum Umdenken. Heute sind die Stadtwerke selbst zum überregionalen ÖkostromErzeuger geworden. In der Maschinenhalle beim Neckarwerk verstärken ab 1928 große Schiffsdiesel- motoren die Stromproduktion. Heute ist hier das swtKulturWerk. Blick auf das Wasserkraftwerk K.T.H. an der Rappenberghalde 1930 1962 wird das neue Umspannwerk der Energieversorgung Schwaben an der Rappenberghalde eröffnet. Tübingen bekommt immer mehr Strom aus dem überregionalen Netz. Die modernisierte Netzleitstelle für die Strom- und Wasser- versorgung im Neckarwerk 1976. Schon 1926 sind Stadtwerke-Monteure mit Elektro-Autos unterwegs. Geladen wird direkt beim E-Werk in der Nonnengasse. 15 WEITERLESEN ODER HÖREN? MEHR AUS DER S TADTWERKEUND STADTGESCHICHTE UNTER BLOG.SWTUE. DE GESCHICHTE

Am Radweg nach Unterjesingen im Ammertal ist ein „kleines Paradies“ entstanden. So nennt Kerstin Weiß vom VSP die Gärtnerei, in der Menschen mit einer psychischen Erkrankung eine Beschäftigung finden. Im Februar 2021 ist das Gartenprojekt „Guter Grund“ hergezogen, denn am früheren Standort am Neckar konnte es wegen der anstehenden Renaturierung nicht bleiben. „Hier war nichts als Acker und Wiese“, erzählt Weiß. Seither hat sich viel getan: „Im März haben wir den großen Folientunnel mit Bewässerungsanlage gebaut.“ Tomaten, Gurken und Honigmelonen reifen da jetzt. Dahinter wachsen Himbeeren und Johannisbeeren, daneben lange Reihen mit Freilandgemüse: Mangold, Karotten, Bohnen aller Art. Alles nach ökologischen Richtlinien. DIE GEMEINSCHAFT VOM „GUTEN GRUND“ Neben der Sozialarbeiterin Kerstin Weiß, die beim VSP den Bereich Tagesstruktur leitet, sind zwei Gärtnerinnen und eine Ergotherapeutin hier tätig. Dazu kommen Minijobber, FSJler und einige Ehrenamtliche. Und natürlich die Klienten. Menschen mit Psychiatrieerfahrung, die es auf dem ersten Arbeitsmarkt schwer haben oder die dort nie mithalten könnten, finden durch die Gartenarbeit eine Struktur für ihren Alltag, ein Stück Normalität und einen geschützten Rahmen. „Vereinsamung ist ein großes Thema“, so Weiß, „diese Gemeinschaft ist für viele ein Anker.“ Bis zu 21 Menschen arbeiten hier, manche nur ein paar Stunden, manche mehrere Tage pro Woche. Einige kommen aus den stationären Wohngruppen des Vereins. Manche haben traumatische Erfahrungen hinter sich, sind nie richtig im Berufsleben angekommen. Andere sind im Lauf ihres Lebens krank geworden. Jan kommt seit April jeden Tag: „Ich wurde sofort zum Salat-Ernten eingeteilt und mache das nach wie vor am liebsten. Es ist richtig viel zu tun, und ich kann anpacken.“ Er hat eine Suchtgeschichte hinter sich. Sein Ziel: eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. „Die Freundlichkeit hier motiviert uns. Jeder wird gut behandelt, es gibt keinen Druck. Für mich ist das Luxus, draußen zu arbeiten und wachsen zu sehen, was man gepflanzt hat", erzählt er. Eva gehört seit 2019 dazu: „Die Gärtnerei war für mich Halt und Stütze in einer schweren Zeit. Die Leute hier geben mir so viel! Ich spüre echtes Interesse an meiner Person.“ Jeden zweiten Tag kommt die Künstlerin her, Wenndaskein " GuterGrund" ist! IM IDYLLISCHEN AMMERTAL HAT DER VSP – VEREIN FÜR SOZIALPSYCHIATRIE SEINE NEUE GEMÜSEGÄRTNEREI AUFGEBAUT. MENSCHEN MIT EINER PSYCHISCHEN ERKRANKUNG FINDEN HIER EINEN ARBEITSPLATZ MIT SINN. DIE ERZEUGNISSE WERDEN ÜBER DIE SOLIDARISCHE LANDWIRTSCHAFT „SOLAWI“ VERMARKTET.

17 MITWIRKER der Arbeitsrhythmus ist ihr wichtig, die Gesprächspartner und Zeit zum Stabilisieren. „Ich genieße die Ruhe und die Natur – auch im Winter, wenn die Landschaft so was Archaisches hat.“ Eben hat ein Kleinbus die Leute aus den Wohngruppen gebracht. Jetzt ist Morgenbesprechung: Wer kratzt die Wege aus? Wer jätet Unkraut? Jan wird heute Endiviensalat pflanzen. Eva hat sich darauf spezialisiert, Ampfer zu entfernen. Später treffen sich alle zur Kaffeepause unterm Sonnendach. „Wenn ich sehe, wie alle mit Freude dabei sind, macht mich das stolz!“, sagt Kerstin Weiß. „Das ist einfach ein gigantisch schöner Arbeitsplatz mit Sinn.“ SOLAWI UND SPENDEN HELFEN MIT Für die Vermarktung wurde eine Solidarische Landwirtschaft (Solawi) aufgebaut: Für einen festen Monatsbeitrag erhalten die Mitglieder jede Woche einen Anteil der Ernte. Heute kann der sich sehen lassen: Salat, Kräuter, Zwiebeln, Zucchini, Tomaten. Und jeden Montag gibt es einen Selbstbedienungsstand. „Die Solawi läuft richtig gut – und beschert uns ein sicheres Einkommen“, so Weiß. Der Weg dahin war nicht leicht: Die Planungen zogen sich hin, die Kosten lagen weit über den Möglichkeiten des VSP. Das Tagblatt half mit einer Spendenaktion. Die Stadtwerke, die Strom- und Wasserleitungen gelegt haben, haben ebenfalls gespendet. Nun fehlt noch ein Wirtschaftsgebäude – bis dieses bezugsfertig ist, wird es wohl Frühjahr werden. „Den Winter müssen wir noch einmal überbrücken mit unserem Bauwagen und der Feuerstelle“, sagt Weiß. Dann werden Samentütchen befüllt, Kräutertees gemischt und Biomüll-Tüten aus alten Zeitungen gebastelt. Jan hat schon recht mit seinem Lieblingsspruch: „Nur die Harten kommen in den Garten!“ Rund 200.000 Euro Investitionskosten muss der Verein noch aufbringen. Spenden sind sehr willkommen! VSP – Verein für Sozialpsychiatrie e. V. BW Bank Reutlingen, IBAN: DE27 6005 0101 0004 6001 83 Im Ammertal hat die VSP-Gärtnerei „Guter Grund“ eine neue Heimat gefunden. Hier zählen das Zwischenmenschliche und die Gemeinschaft. Kerstin Weiß, Leiterin Tagesstruktur Tübingen Bilder: Valentin Marquardt

HAFERFLOCKEN, NUDELN, HÜLSENFRÜCHTE, NÜSSE, WASCHMITTEL, TEE, GEWÜRZE, ESSIG, SOJASOSSE: IM „SPEICHER UMGEDACHT“ FÜLLT MAN SICH EINFACH SO VIEL AB, WIE MAN BRAUCHT. DER UNVERPACKT-LADEN BEIM NONNENHAUS TUT ALLES, UM VERPACKUNGSMÜLL ZU REDUZIEREN. DAFÜR GAB ES BEIM UMWELTPREIS DER STADTWERKE DEN DRITTEN PLATZ. Nachhaltig leben mit losen Lebensmitteln Bild: Valentin Marquardt Alisha Kurz und Alexander Nolte vom „SPEICHER umgedacht“ wurden beim Umweltpreis der Stadtwerke ausgezeichnet.

Wer zum Einkaufen zu „SPEICHER umgedacht“ geht, dem Unverpackt-Laden beim Nonnenhaus, klirrt meist leise vor sich hin. Denn die Kundschaft bringt hier eigene Schraubgläser mit, auch Tupperdosen oder gebrauchte Tüten, um darin Waren transportieren zu können. Muss man aber nicht: „Wir haben auch immer frisch gespülte Schraubgläser vorbereitet für diejenigen, die spontan einkaufen wollen und keine Behälter dabei haben“, sagt Inhaber Alexander Nolte. „Die kosten nichts.“ Seit 2017 gibt es den SPEICHER bereits. Alexander Nolte gehört seit 2018 zum Team, 2021 hat er das Unternehmen übernommen. „Derzeit sind wir zu fünft“, zwei in Vollzeit, zweimal Teilzeit, ein Minijobber. Sie sorgen dafür, dass es auf rund 180 Quadratmetern im historischen Gebäude immer eine große Auswahl an unverpackten Lebensmitteln gibt. Die Kundschaft: „quer durch alle Generationen“, berichtet Nolte. „Es gibt Schülerinnen und Schüler, die oft schon sehr gut informiert sind. Plus viele Studierende. Familien kommen zum Wochen-Einkauf, auch Rentnerinnen und Rentner.“ Je nach Wochentag zählt er etwa 50 bis 100 Kundinnen und Kunden. UMFÜLLEN AUS GROSSPACKUNGEN Die Klassiker im Unverpackt-Laden sind die trockenen Lebensmittel. Sie eignen sich besonders gut, um aus Großpackungen umgefüllt zu werden. Das Team hat das Sortiment ergänzt um Hygiene-Produkte, die keine Verpackung brauchen, beispielsweise Zahnputz-Tabletten oder festes Shampoo. Und es gibt Produkte in Pfandgläsern: passierte Tomaten beispielsweise. Zwischendrin stehen originelle, nützliche Upcycling-Produkte wie Gläser aus alten Weinflaschen oder Kerzen aus Kerzenresten. Immer wieder testet das Team was Neues. Soja-Joghurt kam zuletzt gut an, das wurde nun nachbestellt. „Die Preise ändern sich mit der Verpackung, daran muss man sich gewöhnen“, erzählt Nolte. Beispiel Pinienkerne: Die kauft man im Supermarkt in kleinen Tütchen mit 60 Gramm. In ein kleines Schraubglas passen schnell mal 150 Gramm, das kostet entsprechend. VEGANER MITTAGSTISCH Viele lassen sich den veganen Mittagstisch schmecken, den es im Bistro-Café des Ladens gibt. Dienstags bis samstags, in zwei Portionsgrößen, auch zum Mitnehmen im Pfandgefäß. Beliebt sind Ofengemüse, gefüllte Pfannkuchen oder Lasagne. Auch die meisten Produkte im Laden sind vegan. Nicht alle: So gibt es Molkerei-Produkte von Tennental, „das ist Demeter-Qualität und verkörpert auch soziale Werte, das passt gut zu uns“, sagt Nolte. Nachhaltigkeit ist es, die ihm und seinem Team besonders am Herzen liegt. Sie zieht sich durch wie ein roter Faden: Es gibt vor allem regionale Produkte mit kurzen Wegen. Viel Gemüse aus Dußlingen vom Solawi-Gärtner, auch krummes oder kleines. Das Team fährt Rad oder Bus, für dienstliche Fahrten nutzt man ein Teilauto mit Elektro-Antrieb. Das Geschäft hat Ökostrom, die Internetseite liegt auf einem Server, der mit Ökostrom läuft. IDEEN, TIPPS UND TRICKS „Konsum geht auch anders“, sagt Alexander Nolte, das sollen die Menschen im Laden sehen. Lieber Qualität als Quantität. Und drüber nachdenken, was man wirklich braucht. Das Team führt oft Gespräche. „Wir wollen einen Austausch über Ideen, Tipps und Tricks, die ein nachhaltigeres Leben fördern. Und wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen.“ www.speicher-tuebingen.de UMWELTPREIS 19 Bilder: SPEICHER umgedacht Im SPEICHER gibt es dienstags bis samstags einen veganen Mittagstisch, auch zum Mitnehmen.

ALBKRÄUTER FÜRS VOLLE L INSENAROMA DIE KREATIONEN VON ALBFEINKOST „Schon meine Großmutter hat Thymian und Majoran in die Linsen getan“, erzählt Jürgen Weiss, „das macht die Linsen bekömmlicher.“ Jürgen Weiss ist Gemüsebaugärtner und Agrarwissenschaftler. Zusammen mit seiner Familie baut er im Lautertal Bioland-Kräuter und -Gemüse an. Hier in Dapfen entstehen aromatische Albfeinkost-Kräutermischungen. So wie die Linsenkräuter, bei denen neben Thymian und Majoran auch Zwiebel, Koriander und Liebstöckel für den Geschmack sorgen – und Eisenkraut: „So schmecken die Linsen wunderbar frisch“, sagt Jürgen Weiss: „traditionell, aber leichter, einfach anders interpretiert.“ FELDER VOLLER KRÄUTERDUFT Kräuter auf der Alb kultivieren? Geht das gut? „Ja“, sagt Jürgen Weiss: „Viele wachsen auch wild bei uns, zum Beispiel Liebstöckel, Melisse, Apfel- und Pfefferminze, Korn- und Ringelblumen.“ Die einzelnen Sorten werden bei Albfeinkost auf Parzellen angebaut, von 1 bis 20 Ar groß: ganze Felder voller Kräuterduft. Auch Schnittlauch, Petersilie, Estragon, Dill und Ysop sind hier zu finden. Die Wärmeliebenden haben ihren Platz auf einem steinigen Südhang. Geerntet wird bei Albfeinkost mit der Hand. So können nur die Kräuter geerntet werden, die ihr volles Aroma entwickelt haben. Schonend werden sie bei 30 bis 40 Grad getrocknet. Auch beim Rebeln, Mahlen, Mischen und Abfüllen ist Handarbeit gefragt. Jürgen Weiss: „So behalten wir alles genau im Blick, und das ist gut für die Qualität.“ WIE BEREITEN SIE LINSEN UND SPÄTZLE ZU? MIT BRÜHE, LECKEREM SUPPENGEMÜSE UND ESSIG? ALBFEINKOST SETZT BEIM WÜRZEN DES URSCHWÄBISCHEN GERICHTS MIT DER LINSENKRÄUTER-MISCHUNG AUF DUFTENDE AROMEN VON THYMIAN, MAJORAN UND CO. – UND DAS VON DEN EIGENEN FELDERN IM LAUTERTAL UND IN BIOLAND-QUALITÄT Bilder: Familie Weiss, Albfeinkost Produktbilder: Sabine Frank

VON ALBTEUFEL BIS SCHWÄBISCH-SIBIRIEN Seit 1992 gibt es die Bioland-Gärtnerei Weiss; die Familie vertreibt Abokisten mit Biolebensmitteln in der Region und hat einen Stand auf dem Münsinger Wochenmarkt, 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen. Andrea Weiss kümmert sich um alles Kaufmännische; Tochter Felicitas hat auch Agrarwissenschaft studiert und leitet heute die Gärtnerei; Victoria, die andere Tochter, hilft mal am Wochenende oder abends aus. Von „Herbstküche“ und „Nudelglück“ über „Albteufel“ und „Ostereiverbesserer“ bis hin zu „Grünkraut“ und „Schwäbisch-Sibirien“: Vor knapp 20 Jahren entstand mit „Albkräutersalz“ das erste Albfeinkost-Produkt. Heute gibt es neben Kräutermischungen und Kräutersalzen auch Würzessig und -öle, Tee- und Zuckermischungen; verkauft werden sie vor allem in Baden-Württemberg und Berlin, von inhabergeführten Einzelhändlern, in Hofläden und im Albfeinkost-Onlineshop. Nicht nur die Namen denkt sich die Familie aus, auch die Rezepturen entstehen in der Familie. „Wir kochen sehr gerne, jeden Tag frisch. Wir lieben eine einfache, aber gute Küche aus hochwertigen Urprodukten“, erzählt Weiss. Was sich hier bewährt, wird im Freundeskreis getestet, erst dann schafft es eine neue AlbfeinkostKräuterkreation ins Sortiment. „Alle unsere Zutaten sind natürlich. Da sind keine Rieselhilfen oder andere Zusatzstoffe drin. Und fast alles kommt von unseren Feldern“, betont Weiss und lacht: „Außer zum Beispiel das Salz oder die Orangen, denn die wachsen beim besten Willen nicht bei uns auf der Alb.“ auf die Linsenkräuter von Albfeinkost • bei Online-Bestellung im Schwäbischen Shop www.schwaebischer-shop.de/swt-aktion.html mit Aktionscode: SWT-LINSENKRAEUTER • beim Einkauf im Silberburg-Laden am Tübinger Marktplatz mit diesem Coupon. Zusätzlich gibt’s im Laden eine Tasse Kaffee gratis (einmalig gültig bis 1. Dezember 2022). VORTEILS-COUPON: 15% RABATT FÜR SWT-KUNDEN! GUTES AUS DER REGION Sorgen seit 1992 für guten Geschmack: Jürgen und Andrea Weiss mit ihrem Bioland-Familienbetrieb. Ob für die Linsen-Kräutermischung, für „Nudelglück“ oder „Albteufel“: Die Kräuter wachsen im Lautertal. Geerntet wird mit der Hand. 21

Bild: Vaelntin Marquardt Gestaltung Plakat: Harald Bechtle Bild: Stadtbücherei Bild: Tübinger Jazz & Klassik Tage MITMACHAUSSTELLUNG IM GÜTERBAHNHOF-AREAL Seit 50 Jahren schon gibt es die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Tübingen. Die städtische OKJA betreibt Jugendräume und -treffs, die Musik- und die Pixel-Medienwerkstatt und organisiert das Sommerferienprogramm. Ab dem 14. Oktober blickt eine von Stephan Potengowski gestaltete Jubiläumsausstellung beim Alten Güterbahnhof zurück und nach vorn. Was macht Jugendarbeit aus? Wie hat sie sich gewandelt? Welche Visionen gibt es für die Zukunft? Von Moden, Medien und Jugendkultur ist da die Rede und von den Lebenswelten verschiedener Generationen. In Workshops kann man selbst kreativ werden. Als virtuelle Ergänzung gibt es Bilder, Filme, Artikel und Musikplaylists. Für Kinder und Jugendliche, ihre Eltern und alle anderen Interessierten. www.50jahre-sheesh.de 15. Oktober bis 12. November Quartiersplatz, Alter Güterbahnhof DER MYTHOS TROIA JAHRESAUSSTELLUNG IM MUT Zu seinem 25-jährigen Jubiläum und zum 200. Geburtstag des legendären Troia-Entdeckers Heinrich Schliemann präsentiert das Museum der Universität Tübingen MUT die große Sonderausstellung „Troia, Schliemann und Tübingen“. Schließlich blickt die Universität auf einen mehr als 30-jährigen Troia-Forschungsschwerpunkt zurück. Die Ausstellung, die das MUT gemeinsam mit dem Tübinger Troia-Projekt und Studierenden konzipiert hat, gibt spannende Einblicke in Architektur, Handel, Handwerk und Alltag Troias. Neben Fundstücken aus eigenen Grabungen sind die Repliken Schliemanns aus Mykene zu sehen. Digitale Formate laden zur Zeitreise ein. Weitere Aspekte sind die Grabungs- und Forschungsgeschichte und die Troia-Rezeption bis hin zu Troia-Trash. „Troia for Kids“ lädt zum Mitmachen ein. 28. Oktober 2022 bis 16. April 2023 Museum Alte Kulturen, Schloss Hohentübingen www.unimuseum.de DER SWING IST ZURÜCK TÜBINGER JAZZ- UND KLASSIKTAGE Die 24. Tübinger Jazz & Klassik Tage präsentieren vom 15. bis 23. Oktober 2022 einmal mehr Jazz- und Klassik-Musikerinnen und Musiker aus der Region. Neben regionalen Größen wie Lukas Pfeil, Fola Dada, Sandi Kuhn, Andreas Grau mit Patrick Bebelaar oder dem Tübinger Saxophon-Ensemble sind auch Gäste von weiter her zu hören, wie der Saxophonist Eric Alexander aus New York oder die Pianistinnen Gee Hye Lee und Anke Helfrich. Auch viele Tübinger Musikschaffende wirken mit, von jung bis älter, tagsüber oder „Late Night“ spätabends. Die 40 Konzerte im Überblick sind im Programmheft zu erkunden, umfassendere Informationen finden sich unter www.jazzklassiktage.de 15. bis 23. Oktober LESEN UND LEIHEN FÜRS LEBEN DIE STADTBÜCHEREI FEIERT Die Stadtbücherei in der Nonnengasse feiert Geburtstag, denn vor 75 Jahren wurde die 1903 gegründete „Volksbibliothek“ der Stadt Tübingen übereignet. Heute ist sie ein offener, lebendiger Kultur-Ort in dem Gebäude, von dem aus Tübingen einst mit Elektrizität versorgt wurde. Am 7. und 8. Oktober wird gefeiert: Die Fotoausstellung „Im Strom der Zeit“ und die „Bibliothek der Dinge“ werden eröffnet. Im neu gestalteten Eingangsbereich steigt die Overnight-Jubiläumsparty, es gibt Frühstück im neuen Lese-Café, Vorlese-Marathon, Führungen hinter die Kulissen und ins Magazin, Basteln und Retro-Gaming für Jung und Alt. Der Jubiläumsfilm „Vom Bücherschrank zur Datenbank“ ist abrufbar unter www.tuebingen.de/kennen-sie-tuebingen. 75 Jahre Stadtbücherei Tübingen Freitag, 7. Oktober, und Samstag, 8. Oktober Programm unter: www.tuebingen.de/stadtbuecherei Jazz-Pianistin Gee Hye Lee spielt zusammen mit Anke Helfrich zur Eröffnung im Sudhaus.

23 Das legendäre Klezmer-Quartett ist ein Urgestein der Tübinger Musikszene, interpretiert jiddische Klezmermusik auf fabelhaft unspektakuläre Art und vermittelt ein ganz eigenes Lebensgefühl. Freitag, 30. September, 20 Uhr im swt-KulturWerk beim Stauwehr. Karten beim Verkehrsverein an der Neckarbrücke oder unter kulturwerk@swtue.de SO ERREICHEN SIE UNS STADTWERKE TÜBINGEN Eisenhutstraße 6 | 72072 Tübingen BUSHALTESTELLE „Stadtwerke” | Linien 1, 4, 13 ÖFFNUNGSZEITEN: Montag – Freitag, 8–18 Uhr SERVICENUMMERN (Vorwahl 07071): Zentrale 157 - 0 Kundenservice 157 - 300 Wärmeversorgung 157 - 455 TüBus 157 - 157 Bäder 157 - 301 Parkhäuser 157 - 221 Straßenbeleuchtung 157 - 4750 Gasnotruf 157 - 112 Störungsdienst 157 - 111 IM INTERNET www.swtue.de | info@swtue.de www.facebook.com/stadtwerketuebingen www.instagram.com/stadtwerketuebingen www.twitter.com/swtue blog.swtue.de Online-Kundencenter: www.swtue.de/kundencenter TüWelt online lesen: www.swtue.de/tuewelt HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! DIE GEWINNER VOM LETZTEN MAL: 1. PREIS: Siegfried Schäberle, Tübingen 2. PREIS: Nina Lang, Tübingen 3. PREIS: Elisabeth Schramm, Tübingen 4.–10. PREIS: Iris Bauer, Ammerbuch Jürgen Kuhn, Dettenhausen Brigitte Reiser-Hauser, Tübingen Claus Roller, Tübingen Maya Tayfour, Tübingen Ann-Kathrin Wedelich, Ammerbuch Ann-Kathrin Wößner, Tübingen Datum Unterschrift Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erkläre ich mich einverstanden, dass meine Daten gemäß den Teilnahmebedingungen verarbeitet werden. Gewinne können nicht in bar ausgezahlt werden. Teilnahmebedingungen unter www.swtue.de/tuewelt Bitte informieren Sie mich künftig über Produkte und Tarife der swt. Meine Angaben werden für Zwecke der Werbung für swt-Produkte und Dienstleistungen der Markt- und Meinungsforschung verarbeitet. Ich kann meine Einwilligung jederzeit widerrufen. Die Informationen nach DSGVO finden Sie unter www.swtue.de/dsgvo Vorname, Name Straße, Hausnummer PLZ, Ort E-Mail Telefon DAS SWT-GEWINNSPIEL: MITMACHEN UND GEWINNEN! Bild: jontef Bild: POWER! Sportakrobatik Entgelt zahlt Empfänger Stadtwerke Tübingen GmbH Kommunikation und Marketing Postfach 2440 72014 Tübingen Deutsche Post ANTWORT TERMINE GLAMOURÖS: TSG-SPORTGALA Die Feier zum 175-jährigen Bestehen der TSG musste ausfallen, dafür soll die 22. Sportgala nun umso großartiger werden! Am 12. November präsentiert der Verein in bewährter Tradition den perfekten Mix aus eigenen und internationalen Spitzenathleten. Das sprunggewaltige Künstlertrio Tridicolous rockt und berührt mit Musik, Artistik und Comedy am Boden und in der Luft. POWER! (70 Deutsche Meistertitel) zeigt farbenprächtige Gruppen-Akrobatik mit unglaublichen Würfen, Hebefiguren und Pyramiden. Xenia Wiest und ihr Tanzensemble Ballett X verzaubern das Publikum, ebenso die 15-jährige Katja Lietien, ukrainische Meisterin der Luftakrobatik. Auch TSG-Gruppen zeigen ihr Können. Für musikalische Begleitung sorgen die Louisiana Funky Butts, es moderiert Dieter Baumann. Samstag, 12. November, 18 Uhr in der Paul Horn-Arena Vorverkauf ab 4. Oktober bei der TSG Tübingen, Freibad 3 www.tsg-tuebingen.de JONTEF KOMMT!

IHRE ANTWORT in die neue Tiefgarage am Europaplatz zu einem unterirdischen Gasspeicher in den Neckartunnel, der die Eberhardsbrücke entlasten soll GEWINNSPIELFRAGE Wohin führt diese Tübinger Einfahrt? VIELE BAUSTELLEN HABEN DIE SWT DERZEIT UNTER IHRER REGIE. EINE DER GRÖSSTEN IST SO GUT WIE FERTIG. WOHIN FÜHRT DIESE EINFAHRT? AUFLÖSUNG AUS DEM LETZTEN HEFT: Kunterbuntes Flohmarkttreiben zeigt das neue Graffiti von El Nino am Tübinger Festplatz. 1. Preis: Jahreskarte für die Tübinger Bäder im Wert von 244 Euro 2. Preis: 3 Monate kostenlos TüBus fahren: übertragbare Monatskarten im Gesamtwert von 161 Euro 3. Preis: Theatervergnügen im LTT: Gutschein für zwei Karten im Wert von zusammen 50 Euro 4. –10. Preis: Für Tübingen-Fans: die neue Stadtchronik „Tübingen im Wandel der Zeit“ im Wert von 29,80 Euro MITMACHEN UND GEWINNEN! Lösung parat? Dann machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel. Einfach Karte ausschneiden, Rückseite ausfüllen, die richtige Antwort ankreuzen und ab in die Post! Oder per E-Mail an tuewelt@swtue.de. Einsendeschluss ist der 1. November 2022. Bild: swt NICHT VERGESSEN – RÜCKSEITE AUSFÜLLEN! Bild: swt

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